Die Frage, was denn ein Weblog nun eigentlich ist, wird von diversen Leuten teilweise sehr unterschiedlich beantwortet. Eine einfache, es auf den Punkt bringende Definition bietet Wikipedia:
Ein Weblog (engl. Wortkreuzung aus Web und Log), oft einfach nur Blog genannt, ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Neue Einträge stehen an oberster Stelle, ältere folgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge.
In der Master Thesis von Wolfgang Schweiger werden drei Funktionen von Weblogs genannt. Demnach nutzen die User Weblogs in der Regel als Möglichkeit, Inhalte zu speichern, zu veröffentlichen und zu kommentieren.
So können in Weblogs Texte gespeichert werden, die mittels Hyperlinks, Bildern, Videos und sonstigen Dateien angereichert werden können. Diese Texte erhalten automatisch einen Permalink, der sie unter der stets gleichen URL auffindbar macht. Weblogsysteme bieten weiterhin die Möglichkeit, Kommentare zu Artikeln abzugeben, die entweder unmittelbar oder nach Prüfung durch den Autor auf der Seite des Artikels erscheinen. Somit kann der Artikel durch eigene Ideen ergänzt, korrigiert oder diskutiert werden.
Artikel können im Nachhinein vom Autor verändert werden, dies ist jedoch nicht üblich. Stattdessen wird ein neuer Artikel erstellt, der den alten ergänzt und/oder korrigiert. Artikel können verschiedenen Kategorien zugewiesen werden, um sie zu ordnen. Viele Weblogsysteme enthalten zudem eine Suchfunktion, die eine Volltextsuche über alle Artikel ermöglicht.
Darüber hinaus ist es mittels entsprechenden Plug-Ins möglich, Artikel mit Schlagwörtern, den sogenannten Tags zu versehen und hierüber auffindbar zu machen.
Ein weiterer Versuch einer Definition für Weblogs findet sich in [1] und lautet:
A blog is a web page that contains brief, discrete hunks of information called posts. These posts are arranged in reverse-chronological order (the most recent posts come first). Each post is uniquely identified by an anchor tag, and it is marked with a permanent link that can be referred to by others who wish to link to it.
Meist handelt es sich bei Artikeln auf Weblogs um informelle und persönliche Einträge, die vom Verfasser ja nach Lust und Laune eingetragen werden und einen kleinen Ausschnitt aus seinem Leben liefern sollen. Die Einträge sind meistens textueller Natur, Bilder tauchen recht häufig auf, Videos und Audiodateien zur Zeit noch eher selten.
Die Einträge können meist auch thematisch sortiert anzeigt werden. Jill Walker weist in ihrer Definition noch darauf hin, dass die Einträge sowohl fiktionaler als auch nicht-fiktionaler Natur sein können, wobei zweiteres die Regel ist.
Dies ist die inhaltliche Klassifikation der Weblogindikatoren, eine viel augenscheinlichere ist die Suche nach der verwendeten Software, die meist in Form von Copyright-Hinweisen auf der Website aufzufinden ist.



